OBD II - Tuning

 

 

 

 

Warum nicht direkt ab Werk?

Heutzutage werden alle wichtigen Motoreinstellungen vom Steuergerät kontrolliert und gesteuert. Die Software in diesem Steuergerät regelt u.a. die Zündung bzw. Einspritzanlage, um eine möglichst effiziente Leistung zu bekommen. Genau hier liegt das Problem. Die Hersteller müssen bei der Entwicklung dieser Software viele Kompromisse eingehen. Die Gründe dafür sind unter anderem:
 

  • Unterschiede der Treibstoffqualität in den einzelnen Ländern
  • Abgasentwicklung bei minderwertigem Treibstoff
  • Überziehung von Serviceintervallen
  • Verschiedene Fahrerprofile (z.B. Dauergasfahrer)
  • Witterungseinflüsse (extreme Kälte und Hitze)
  • Höhenunterschiede
  • Länderspezifische Abgaswerte
  • Finanzielle Gründe wie z.B. Versicherungsklassen

Somit gibt sich der Hersteller mit einer Kompromisslösung zufrieden, um all diese Fahrzustände zu vereinigen. Abgesehen davon haben Großserienmotoren hohe Fertigungstoleranzen, was folglich zu einem unerwünschten Nebeneffekt führen würde: Starken Leistungsschwankungen!

Um diese Schwankungen auszuschliessen, werden bestimmte Begrenzungen integriert, sodass jeder Motor nahezu identische Leistungen und Drehmomentwerte abgibt. Durch all diese Punkte entsteht ein sehr konservatives und relativ leistungsarmes Programm für die Motorsteuerung.

Die Aufgabe des Chiptuners ist es, diese Kompromisse zu bereinigen. Der Chiptuner optimiert und individualisiert die Software in einer Weise, die zwar noch Raum für Toleranzen enthalten muß, jedoch nicht mit der Intensität des Herstellers

Was ist der Unterschied zwischen Chiptausch und OBDII-Tuning.


Beim sogenannten OBD Tuning wird die Software über die fahrzeugeigene Diagnoseleitung direkt ins Motorsteuergerät geschrieben oder von dort ausgelesen. Also kein Ausbau oder öffnen des Steuergerätes. Bei Fahrzeugen bis Bj.98 ist es oft notwendig den Originalchip durch einen anderen Chip zu ersetzen, da keine Möglichkeit einer Direktprogrammierung besteht.